Zahn abgebrochen – was tun?

Zahn abgebrochen – was tun?

10:30 11 Oktober in Zahnästhetik
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Ein einfacher Sturz, der Biss in eine leckere Nussecke oder ein Sportunfall – so ein Zahn kann schneller abbrechen, als man denkt. In unserem Praxisalltag und insbesondere als offizieller Partner der Kölner Haie erleben wir das regelmäßig. Wir erklären Ihnen, welche Ursachen ein abgebrochener Zahn haben kann, welche Erste-Hilfe-Maßnahmen Sie ergreifen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Außerdem erfahren Sie, wie Sie einem Zahnbruch effektiv vorbeugen können und welche Kosten auf Sie zukommen beziehungsweise welche Kosten die Krankenkasse übernimmt.

Abgebrochener Zahn – welche Ursache?

Wenn ein Zahn abbricht, kann das viele Ursachen haben. Denn auch, wenn unsere Zähne vom Zahnschmelz gut geschützt werden, sind sie nicht unverwundbar. Die Gründe:

  • Karies: Wenn Karies die Zähne befällt und der Betroffene dagegen nichts unternimmt, sind die Zähne deutlich anfälliger für Brüche als normalerweise. Ein beherzter Biss in ein knuspriges Brötchen kann dann schon reichen, damit ein Zahn abbricht.
  • Äußere Gewalteinwirkungen: Ob beim Sturz vom Fahrrad oder durch einen Schlag – gegen heftige Gewalteinwirkungen von außen haben die Zähne meist keine Chance.
  • Zähneknirschen: Zähneknirschen ist ein weit verbreitetes Phänomen, durch das ein enormer Druck auf die Zähne ausgeübt wird. Die Folge: Die Zähne nutzen deutlich schneller ab als gewöhnlich und brechen entsprechend schneller.
  • Älterwerden: Besonders ältere Patienten leiden häufig unter abbrechenden Zähnen. Denn auch wenn unsere Zähne die härteste Substanz in unserem Körper sind, sind sie doch nicht für die Ewigkeit gemacht.
  • Zähneputzen mit zu viel Druck: Richtig gelesen, auch das tägliche Zähneputzen kann dazu führen, dass Zähne brechen. Denn wenn die Zähne mit so viel Druck gereinigt werden, dass der Zahnschmelz „weggeputzt“ wird, sind die Zähne weniger gut geschützt und reagieren in der Folge sensibler auf äußere Einflüsse.
  • Schwangerschaft: Jedes Kind kostet einen Zahn, sagt der Volksmund. Manchmal ist es aber auch nur ein Stück davon. Die Ursache dafür ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass das häufige Erbrechen einiger Schwangerer dazu führt, dass die Zahnsubstanz angegriffen wird. Andere tendieren eher zu der Annahme, dass werdende Mütter die Zahnbehandlung aufgrund der eigenen finanziell angespannten Lage hinauszögern.
  • Wurzelbehandelter/ gefüllter Zahn: Über das Zahnmark wird der Zahn mit Nährstoffen versorgt. Durch die Füllung bei einer Wurzelbehandlung kann diese Nährstoffversorgung eingeschränkt oder komplett unterbrochen werden. Dadurch wird die Zahnsubstanz brüchig und instabil.
  • Toter Zahn: Wenn Blutgefäße und Nerven eines Zahns absterben (zum Beispiel nach einer Wurzelbehandlung), gilt ein Zahn als tot. Er kann dann nicht weiter mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden und geht kaputt.
  • Fauler Zahn: Besonders Menschen, die große Angst vorm Zahnarzt haben, leiden unter Zahnfäulnis, meist verursacht durch Karies. Auch hier leiden der Zahnschmelz und die Zahnsubstanz, wodurch Brüche häufiger vorkommen als bei gesunden Zähnen.

Erste Hilfe bei abgebrochenem Zahn

Wenn ein Zahn einmal abgebrochen ist, heißt es, schnell reagieren! Sie sollten umgehend, am besten innerhalb eines Tages, einen Zahnarzt oder den Zahnarztnotdienst aufsuchen. Sie haben das abgebrochene Zahnstück noch? Umso besser! Legen Sie es in Kochsalzlösung oder Milch – so kann es später eventuell noch an Ihren Zahn angeklebt werden. Gehen Sie in jedem Fall vorsichtig mit dem abgebrochenen Zahnstück um und berühren Sie es nicht zu oft.

Manchmal bricht auch nur ein kleines Stück Zahn ab. Viele Patienten bemerken das erst, wenn sie mit der Zunge an der scharfen Kante entlangfahren oder wenn ständig Essen an der betreffenden Stelle hängen bleibt. Auch hier gilt: Melden Sie sich bei Ihrem Zahnarzt, schildern Sie ihm Ihre Situation und vereinbaren Sie kurzfristig einen Termin.

Sollten am beschädigten Zahn Blutungen auftreten, beißen Sie am besten vorsichtig auf ein sauberes Stofftaschentuch oder verwenden Sie steriles Verbandsmaterial.

Bei Schmerzen kühlen Sie die Stelle, indem Sie eine Kompresse oder Ähnliches an Ihre Wange beziehungsweise den Mund halten. Dabei sollte Sie die Kältequelle immer mit einem Handtuch umwickeln, um Haut und Zahnnerven nicht unnötig zu reizen.

Behandlungsmethoden bei Zahnbruch

Jeder Zahnbruch muss – je nach Ursache und Vorgeschichte des Patienten – individuell durch den Zahnarzt behandelt werden. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Behandlungswege.

Kleines Stück Zahn abgebrochen

Ist lediglich ein Mini-Stück Zahn abgebrochen, stehen die Chancen sehr gut, dass der Zahn wiederhergestellt werden kann. Das gelingt, indem das abgebrochene Stück Zahn mit einem Spezialkleber angeklebt wird oder indem man den beschädigten Zahn abschleift, sodass die scharfe Bruchkante verschwindet. Voraussetzung ist, dass der Zahnnerv nicht beschädigt ist.

Was, wenn der Zahn nicht geklebt oder geschliffen werden kann?

Ob Ihr Zahn wieder angeklebt werden kann oder einfach nur abgeschliffen werden muss, entscheidet Ihr Zahnarzt im Einzelfall. Sollte beides nicht mehr möglich sein, gibt es auch für diesen Fall Lösungen. Beispielsweise kann die abgebrochene Stelle mit kunststoffhaltigem Material aufgefüllt werden. Sollte ein verhältnismäßig großes Stück Zahn abgebrochen sein, besteht auch die Möglichkeit, den Schaden mit einer Teilkrone beziehungsweise einer vollständigen Krone zu beheben. Eine Alternative stellt Keramik dar, mit der Schneide- und Backenzähne überkront werden, sodass die abgebrochene Stelle am Ende nicht mehr sichtbar ist.

Beschädigung des Zahnnervs durch abgebrochenen Zahn

Sollte der Zahnnerv des beschädigten Zahns in Mitleidenschaft gezogen worden sein, ist es meist nicht möglich, den Zahn noch zu kleben. Meistens muss dann die Wurzel behandelt und der Zahnnerv entfernt werden. Eine Füllung ersetzt dann die Wurzel.
In einigen Fällen sind die Beschädigungen des Zahns so groß, dass der Zahn nicht erhalten werden kann. Implantate und Brücken ersetzen den Zahn dann, nachdem dieser entfernt wurde.

Abgebrochenen Zähnen vorbeugen

Natürlich, bei einem Unfall oder sonstiger äußerer Gewalteinwirkung auf die Zähne helfen auch die besten Vorbeugungsmaßnahmen nichts – die Zähne brechen. Vielen anderen Ursachen von abgebrochenen Zähnen kann man aber durchaus entgegenwirken.

  • Vorsorgeuntersuchungen: Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt ist unabdingbar. Mindestens zweimal im Jahr sollten Sie einen Termin wahrnehmen, um Ihre Zahnsubstanz wirkungsvoll vor Karies und Co. und damit vor Zahnbruch zu schützen.
  • Zahnpflege: Zähneputzen allein reicht nicht, um die Zähne vor Bakterien zu schützen. Greifen Sie auch auf Hilfsmittel wie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten zurück. Und Achtung: Achten Sie auf die richtige Technik, eine passende Zahnbürste sowie die richtige Zahnpasta. Verzichten Sie zudem nicht auf eine professionelle Zahnreinigung.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine zahnfreundliche Ernährung. Zucker ist bestes Futter für Kariesbakterien – auf dessen übermäßigen Konsum sollten Sie insofern verzichten. Außerdem sollten Sie Süßes nicht nach Saurem essen. Die Kombination greift den Zahnschmelz nämlich an und macht die Zähne so anfälliger für äußere Einflüsse.
  • Schiene tragen: Für all jene, die nachts dazu neigen, mit den Zähnen zu knirschen, empfiehlt es sich dringend, eine Zahnschiene zu tragen.

Kosten bei abgebrochenem Zahn

Wie viel Sie für die „Reparatur“ eines abgebrochenen Zahns bezahlen müssen, hängt ganz von der Art der Beschädigung ab. Genügt eine Füllung, um den Zahn wiederherzurichten, übernimmt die Krankenkasse die Kosten vollständig. Bei einer Krone sind es hingegen 50 Prozent der Gesamtkosten. Abhängig vom Stand Ihres Bonusheftes kann sich der Zuschuss allerdings spürbar erhöhen.

Ihr Spezialist für abgebrochene Zähne

Die Zahnarztpraxis Dr. Langenbach ist Ihr Spezialist, wenn es um abgebrochene Zähne geht. Schließlich sind wir die offizielle Zahnarztpraxis der Kölner Haie und im Eishockeysport geht nun mal gerne der ein oder andere Zahn zu Bruch. Wir finden für jeden Zahnbruch die passende Behandlungsmethode und sorgen dafür, dass Sie schon bald wieder beherzt zubeißen können. Für uns spielt dabei nicht nur die Funktionalität eine Rolle, wir haben auch einen hohen ästhetischen Anspruch an unsere Behandlungsergebnisse. Rufen Sie uns einfach an oder vereinbaren Sie online einen Termin – wir beraten und behandeln Sie individuell.

 

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