Zahnimplantate – Häufige Fragen und Antworten

Ihre Zahnarztpraxis Dr. Langenbach aus Köln beantwortet Ihnen alle Fragen rund um Zahnimplantate.

Allergie – Sind Unverträglichkeiten gegen Implantate bekannt?

In der modernen Implantologie werden Zahn-Implantate aus Titan hergestellt, die für den menschlichen Organismus sehr gut verträglich sind. Eine Allergie gegen Titan selbst ist bis heute nicht bekannt.

(Mindest-)Alter – Gibt es ein Mindestalter für Implantate?

Ja. Erwägt ein Patient, sich ein Implantat einsetzen zu lassen, sollte das Knochenwachstum in jedem Fall abgeschlossen sein. In der Regel ist dies etwa im Alter von 18 Jahren der Fall. Anhand einer Röntgenaufnahme kann dies schnell und sicher geprüft werden.

Ambulanter Eingriff – Wird das Implantat ambulant eingesetzt?

Ja. Das Implantat wird ambulant und unter lokaler Betäubung in unseren Praxisräumen eingesetzt.

Arbeit – Muss mit einem Arbeitsausfall gerechnet werden?

In der Regel ist der Patient am Tag nach einer Implantologie wieder arbeitsfähig. Auch andere alltägliche Aktivitäten können wieder aufgenommen werden. Sollten Sie sich unsicher fühlen, halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit uns.

Behandlung

  • Wann kommt der Zahnersatz auf das Implantat?
    Im Oberkiefer sind Implantate nach etwa sechs Monaten fest eingewachsen. Im Unterkiefer dauert dieser Prozess in der Regel nur drei Monate. Die Zahnkronen können nach dieser Zeit angebracht werden, die vorher in unserem zahntechnischem Labor passgenau und in ihrer natürlichen Zahnfarbe angefertigt wurden.
  • Bleibt bis zum Einsatz der Zahnkrone eine Lücke im Gebiss?
    Hatten Sie schon vor der Implantat-Behandlung einen herausnehmbaren Zahnersatz, können Sie diesen in den meisten Fällen weiterhin tragen. Ist das nicht der Fall, kann – je nach Lage im Gebiss – ein Provisorium angefertigt werden, das die Zahnlücke bis zum Einsatz der Zahnkrone schließt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dies sofort auf den Implantaten befestigt werden – als sogenanntes Langzeitprovisorium.

Beratung – Was erfährt man im Beratungsgespräch?

Ihr Zahnarzt Dr. Langenbach klärt Sie ausführlich und ganzheitlich über eine mögliche Behandlung auf: Nach einer Analyse der Ausgangssituation erfahren Sie genau, welche Möglichkeiten die Implantologie bietet. Auch auf Fragen, Wünsche oder eventuelle Sorgen Ihrerseits gehen wir ein. Die einzelnen Schritte der Behandlung erfahren Sie ebenfalls in diesem Gespräch.

Betäubung – Ist für die Implantation eine Vollnarkose nötig?

Nein. Die Implantation findet unter örtlicher Betäubung statt. Diese schaltet das Schmerzempfinden im Kieferbereich vollständig aus. Sie spüren während der Behandlung nur eine Vibration und ein leichtes Druckgefühl, wenn Ihr Zahnarzt das Implantat im Kieferknochen einbringt. Der Körper muss nicht dem Stress einer Vollnarkose unterzogen werden. Sollten Sie dennoch eine Vollnarkose bevorzugen, klären wir Sie gerne über die Möglichkeit dieser Alternative auf – sprechen Sie uns einfach darauf an.

Dauer der Behandlung – Wie viele Arzttermine sind für die neuen Zahnwurzeln nötig?

Für die Beratung reicht normalerweise ein Termin aus, in dem alle offenen Fragen geklärt werden. In einer weiteren Sitzung erfolgen Voruntersuchung und Planung aller anstehenden Behandlungsschritte. Die Implantate werden kurze Zeit später in einer Behandlung eingesetzt und das Zahnfleisch wieder vernäht. Die Wunde wird ein bis zwei Tage nach diesem Eingriff kontrolliert. Nach etwa zwei Wochen werden die Fäden gezogen. Danach beginnt die Einheilungsphase, die in der Regel ohne weitere Arzttermine verläuft.

Diabetes – Muss man als Diabetiker etwas beachten?

Sie sollten darauf achten, dass sie medikamentös optimal eingestellt sind. Ist dies der Fall, stellt ein Implantat kein Problem dar. Sind Ihre Medikamente nicht optimal eingestellt, kann es stattdessen stoffwechselbedingt zu Beeinträchtigung des Heilungsprozesses kommen. Bei Unsicherheiten ziehen Sie vor einer geplanten Implantation Ihren Hausarzt zu Rate.

Erkrankungen – Gibt es Erkrankungen, die eine Implantation ausschließen?

Normalerweise nicht. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn Sie zum Beispiel eine Herz-Kreislauferkrankung, Osteoporose, erhöhte Blutungsneigung, ein geschwächtes Immunsystem oder eine andere Allgemeinerkrankung haben. Informieren Sie deshalb im Zweifel Ihren behandelnden Zahnarzt.

Erneuerung oder Erweiterung des Zahnersatzes – Kann implantatgetragener Zahnersatz erneuert oder erweitert werden?

Ja, auch nach Jahren kann implantatgetragener Zahnersatz problemlos verändert oder erweitert werden.

  • Ich habe bereits eine normale Vollprothese. Benötige ich für die Implantatbefestigung eine neue?
    Das hängt von der Beschaffenheit Ihrer Vollprothese ab. Gewährleistet Ihre Prothese optimale Belastung beim Kauen, kann sie umgearbeitet werden. Ihr Zahnarzt informiert Sie darüber.
  • Was passiert, wenn ein eigener Zahn, der als Pfeiler in den Zahnersatz integriert ist, verloren geht?
    In den meisten Fällen kann ein verlorener Zahn, der als Pfeiler in den Zahnersatz integriert ist, durch ein weiteres Implantat ersetzt werden. Eventuell müssen aber Abstützung sowie die Prothese umgearbeitet werden.

Essen – Hat man mit implantatgetragenem Zahnersatz Einschränkungen beim Essen?

Nein. Sie können ganz normal essen, beißen, kauen. Egal, ob Sie eine implantatgetragene Krone, Brücke oder Prothese haben.

Flughafen- und andere Sicherheitskontrollen – Springen Metall-Detektoren auf das Implantat an?

Nein, Implantate sind aus Titan, also nicht magnetisch. Sie lösen keine Reaktion der Detektoren aus.

Fremdkörper-Gefühl – Kann sich der Zahnersatz im Mund nach einem Fremdkörper anfühlen?

Nein, Sie spüren keinen Unterschied zu Ihren natürlichen Zähnen und haben ein ganz natürliches Mundgefühl.

Haltbarkeit – Wie lange hält ein Implantat?

Implantate können durchaus ein Leben lang halten. Ein fachgerecht eingebrachtes Zahn-Implantat ist oft widerstandsfähiger und hält Einflüssen besser Stand als die natürliche Zahnwurzel. Ein optimal sitzendes Titan-Implantat bricht weder, noch kann es durch Karies beschädigt werden. Eine gute Mundhygiene trägt zusätzlich zur Langlebigkeit bei.

Herzschrittmacher – Beeinflussen Implantate einen Herzschrittmacher?

Nein. Implantate haben keine elektromagnetische Wirkung und stellen keinerlei Gefahr für die Funktion eines Herzschrittmachers dar.

Keramik – Welches Dentalmaterial kommt für die Zahnkronen in Frage?

Die meisten Zahnkronen und Brücken werden aus Metallen bzw. Metalllegierungen hergestellt, die mit Keramik in Zahnfarbe verblendet werden. Vollkeramiken sind eine besonders ästhetische Alternative. Durch seine hohe Festigkeit ist Zirkonoxid-Keramik besonders gut für implantatgetragenen Zahnersatz geeignet – egal ob für einzelne Zähne oder größere Brücken.

Knochenaufbau – Wann ist ein Knochenaufbau erforderlich?

Bleibt die natürliche Kaubelastung im Kiefer durch das Fehlen von Zähnen aus, bildet sich der Knochen zurück. Wird die Knochensubstanz dann zu dünn, muss der Knochen wieder aufgebaut werden. Dies geschieht schonend mit körpereigenem oder knochenersetzendem Material, das direkt an den Knochen angelagert wird. Der Körper selbst wandelt das Aufbaumaterial beständig in solide Knochensubstanz um. Mit Hilfe dieser Methode wird der Knochen erhöht oder verbreitert. Im hinteren Oberkiefer wird der Knochen meist durch einen sogenannten „Sinuslift“ erhöht – einer speziellen Operationsmethode – um zu vermeiden, dass ein Teil des Implantates in die Kieferhöhle ragt. Der Knochenaufbau wird entweder direkt bei der Implantation durchgeführt oder bei einem separaten Eingriff vor der Implantation.

Kosten – Wie teuer ist implantatgetragener Zahnersatz?

Die Kosten variieren je nach Aufwand der Behandlung und der Anzahl der Implantate. Der Heil- und Kostenplan, den Ihr Implantologe vor der Behandlung erstellt und mit Ihnen bespricht, gibt Ihnen genauen Aufschluss darüber, welche Kosten auf Sie zukommen.

Material – Aus welchem Material bestehen Zahnimplantate?

Nahezu alle Zahnimplantat-Systeme bestehen aus medizinischem Reintitan. In der zahnärztlichen Implantologie gibt es momentan nichts Hochwertigeres. Titan wird optimal vom Körper angenommen, verwächst fest mit dem Knochengewebe und ist besonders stabil. Die silbrig-graue Farbe des Titans ist kein Nachteil, da Implantate – wie natürliche Zahnwurzeln auch – vollständig und unsichtbar im Kieferknochen sitzen. Trotzdem gibt es seit einigen Jahren auch weiße Zahnimplantate aus Keramik. Diese Implantate zeigen ebenfalls sehr gute Belastungsergebnisse und könnten künftig eine Therapiealternative sein.

Medikamenteneinnahme – Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?

Ja, bei einigen Medikamenten sind Wechselwirkungen möglich. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente zu sich, informieren Sie vor der Behandlung unbedingt Ihren Implantologen darüber. Cortison zum Beispiel kann den Stoffwechsel des Körpers verändern und das Immunsystem beeinträchtgen, sodass der Heilungsprozess gestört wird. Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, können bei der Implantation zu starken Blutungen führen.

Nach der Implantation:

  • Wieder zu Hause: Was sollte man als erstes tun?
    Nach der Operation sollten Sie die Wange für einige Stunden von außen kühlen. Sie sollten zwei Kühlakkus vorbereiten, die Sie abwechselnd an Ihre Wange halten können. Auch Eiswürfel, in ein dünnes Tuch gewickelt, eignen sich hervorragend – so vermeiden Sie Schwellungen oder reduzieren Sie zumindest deutlich.
  • Ist sitzen oder liegen nach der Operation besser?
    In den ersten Stunden nach dem Eingriff sollten Sie sitzen, da beim Liegen der Blutdruck im Kopf steigt. Danach tun leichte Bewegungen gut, um Blut- und Lymphzirkulation anzuregen. Gehen Sie zum Beispiel langsam spazieren. Weitere Informationen zu Bewegung nach der OP finden Sie unter „Sport“.
  • Kann ich nach der Operation wie gewohnt Essen und Trinken?
    Solange Ihre Wange betäubt ist, sollten Sie nichts essen und heiße Getränke vermeiden. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie sich auf die Wange beißen oder mit der heißen Flüssigkeit verbrühen. Am besten trinken Sie in der Zeit, in der Ihre Wange noch taub ist, Wasser.
  • Was sollte man am besten nach der Operation essen?
    In den ersten Tagen nach der OP, solange Sie noch die Fäden im Mund haben, sollten Sie klebrige, kauintensive oder harte Speisen vermeiden. Solche können Entzündungen an der frischen Wunde begünstigt werden. Essen Sie am besten leichte Kost wie weiches Gemüse, Salat oder Fisch.
  • Schadet der Konsum von Kaffee?
    Möglicherweise. Getränke wie Kaffee, Schwarzer Tee, Cola oder Alkohol können Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen begünstigen. Auch Nikotin kann diesen Effekt haben. Sie sollten in den ersten Tagen nach dem Eingriff möglichst darauf verzichten.
  • Darf man auf der frischen Wunde kauen?
    Zur Sicherheit sollten Sie nicht auf der Seite kauen, auf der sich die frische Wunde befindet. Es bleibt dennoch nicht aus, dass die Wunde in Berührung mit Speisen kommt. In der Regel ist dies kein Problem. Spülen Sie Ihren Mund anschließend einfach mit warmem Wasser aus.
  • Kann man sofort wieder Zähneputzen?
    Ja, das ist am Tag des operativen Eingriffs bereits möglich. Allerdings muss der Wundbereich vom Putzen ausgenommen werden, da Sie sonst die Wunde aufreißen können. Auch wenn Sie mit äußerster Vorsicht vorgehen, kann es dazu kommen, dass Sie aus Versehen an die frische Wunde gelangen. Nutzen Sie für diesen Fall zur Sicherheit in den ersten Tagen nach der OP eine Zahnbürste mit extra-weichen Borsten. Auf eine elektrische Zahnbürste sowie eine Munddusche sollten Sie in dieser Zeit verzichten.
  • Muss man nach dem Eingriff mit Schmerzen rechnen?
    Schmerzen können durchaus auftreten, je nachdem, wie umfangreich der Eingriff gewesen ist. Allerdings bekommt man diese in der Regel mit einer normalen Schmerztablette in den Griff. In der ersten Nacht sollten Sie leicht erhöht schlafen, damit das Blut nicht in den Kopf steigt.
  • Wird die Wunde sehr empfindlich sein?
    Von Tag zu Tag lässt die Empfindlichkeit nach. Damit weder Reizungen noch Entzündungen auftreten, sollten Sie die Wunden nicht mit der Zunge oder mit den Fingern berühren.
  • Kann die Wunde nach dem Nähen noch bluten?
    Kurz nach dem Eingriff können leichte Sickerblutungen auftreten. Das ist nicht schlimm und völlig normal. Treten einige Stunden oder sogar Tage später noch einmal stärkere Blutungen auf, sollten Sie umgehend Ihren Zahnarzt konsultieren.
  • Wann werden die Fäden gezogen?
    In der Regel werden die Fäden sieben bis zehn Tage nach der Implantation gezogen, je nachdem, wie schnell die Wunde heilt.
  • Wie geht es nach dem Fädenziehen weiter?
    Nachdem die Fäden gezogen wurden, heilt das Implantat ein. Je nach Lage im Kiefer und je nachdem, welches Implantat-System für Sie das sinnvollste ist, erhalten Sie nach einigen Wochen einen Zahnfleischformer auf dem Implantat. Dieser wird wenig später durch den endgültigen Zahnersatz ersetzt.
  • Stört der Zahnfleischformer im Mund?
    Nein, in der Regel nicht. Schon innerhalb weniger Stunden haben sich die meisten Patienten daran gewöhnt.
  • Was muss ich bei der Pflege der neuen Zähne beachten?
    Sie können Ihre implantatgetragenen Kronen und Brücken genauso unkompliziert reinigen und pflegen wie Ihre natürlichen Zähne. Zweimal am Tag sollten Sie Ihre Zähne putzen und die Zwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen säubern. Worauf Sie bei Implantaten zusätzlich achten müssen, ist das Reinigen der Durchtrittsstellen am Zahnfleisch. Auch hier eignen sich Zahnseide oder Interdentalbürstchen.
  • Wie wird abnehmbarer Zahnersatz gepflegt?
    Die Reinigung Ihres abnehmbaren Zahnersatzes lässt sich leicht in Ihre tägliche Mundhygiene integrieren: Zweimal täglich putzen Sie mit der Zahnbürste nicht nur Ihre Prothese, sondern auch die aus dem Zahnfleisch ragenden Verbindungselemente.
  • Warum sind die Durchtrittsstellen beim Putzen so wichtig?
    An den Durchtrittsstellen können sich Bakterien sammeln und so leicht ins Zahnfleisch und den Knochen eindringen. Das Zahnfleisch kann sich entzünden. Unbehandelt kann dies schlimmstenfalls zu dazu führen, dass Sie das Implantat verlieren.
  • Kann man die Durchtrittsstellen auch mit Zahnseide säubern?
    Allerdings ist etwas Vorsicht geboten: Reiben Sie die Seide zu rasch hin und her, kann das Zahnfleisch verletzt werden. Eine sicherere Alternative stellen Interdentalbürstchen dar. Sie sind sanfter und können effektiver sein. Bei Unsicherheit fragen Sie Ihr Zahnarztteam um Rat. Es klärt Sie gern umfassend über Vor- und Nachteile von Zahnseide auf.
  • Was passiert bei der professionelle Zahnreinigung?
    Bei einer professionellen Zahnreinigung beseitigen unsere speziell geschulten ZahnarthelferInnen festsitzende Zahnbelege, die für Sie bei der täglichen Mundhygiene schwer erreichbar sind. Zahnoberflächen werden außerdem gründlich poliert und versiegelt, damit sich nicht so schnell Ablagerungen bilden können.
  • Wie oft sollte man eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen?
    In der Regel raten Zahnärzte dazu, alle sechs Monate oder aber einmal im Jahr zu der sogenannten PZR zu gehen – abhängig vom individuellen Befund des Patienten. Haben Sie beispielsweise sehr enganliegende Zähne und Probleme, Ihre Zahnzwischenräume zu reinigen, wird zu den kürzeren Besuchsintervallen geraten.
  • Welche Zahnbürste ist die richtige?
    Pauschal lässt sich diese Frage schwer beantworten. Jeder kommt mit einer anderen Zahnbürste zurecht, abhängig von der Beschaffenheit des Zahnfleischs. Jedoch sollte eine Zahnbürste weder zu hart, noch extrem weich sein. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine mittelharte Zahnbürste mit abgerundeten und büschelartig angeordneten Borsten. Bei minderwertigen Zahnbürsten besteht die Gefahr, dass sich das Zahnfleisch rund um die Zahnhälse und Implantate aufraut oder zurückzieht. Als Teil der ganzheitlichen Prophylaxe berät Ihr Zahnarztteam Sie über eine geeignete Zahnbürste und die richtige Putztechnik.
  • Kann man eine elektrische Zahnbürste verwenden?
    Sind Sie an eine elektrische Zahnbürste gewöhnt und kommen damit gut zurecht, spricht nach der Implantation nichts gegen die Verwendung einer solchen. Allerdings sollten Sie in den ersten Tagen nach der Implantation auf eine elektrische Zahnbürste verzichten und stattdessen eine Handzahnbürste mit weichen Borsten nutzen.
  • Ist eine Munddusche empfehlenswert?
    Experten sind sich hier uneins. Die Munddusche hat auf der einen Seite einen guten Reinigungseffekt. Bei zu hartem Wasserstrahl kann sie aber auch Verletzungen am Zahnfleisch herbeiführen. Bakterien können so ins Zahnfleisch gedrückt werden und zu Entzündungen führen. Haben Sie bisher nicht mit einer Munddusche gearbeitet, bietet es sich nicht unbedingt an, nach der Implantation damit zu beginnen.
  • Kann man Weißmacherpasten bei Implantaten benutzen?
    Bei ständiger Nutzung von Zahnpasten mit Schleifpartikeln kann die Oberfläche der Kronen aufgeraut werden. Das führt dazu, dass sich Beläge leichter ansammeln können – das genaue Gegenteil von dem, was Sie durch die Weißmacher-Zahnpasta erreichen wollen, tritt ein. Für den täglichen Gebrauch eignet sich eine normale Zahnpasta ohne Weißmachereffekt besser.
  • Ist Mundwasser geeignet?
    Die Verwendung von Mundwasser eignet sich sowohl nach dem Zähneputzen sowie nach Zwischenmahlzeiten hervorragend. Es reguliert die Mundflora und kann auch bei kleinen Entzündungen als Soforthilfe dienen. Bei Zahnfleischproblemen oder -blutungen ersetzt Mundwasser jedoch keinen Besuch beim Zahnarzt.

Nachts – Nimmt man eine implantatgestützte Prothese nachts heraus?

In der Regel nicht. Eine implantatgestützte Prothese sitzt so fest, dass sie nachts gefahrlos getragen werden kann. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Prothese rund um die Uhr tragen.

Paradontitis/Paradontose

siehe „Knochenaufbau“

Qualität von Zahnimplantaten

Gibt es Qualitätsunterschiede bei Implantaten? Ja, auch bei Implantaten gibt es Qualitätsunterschiede. In unserem zahntechnischen Labor arbeiten wir ausschließlich mit Produkten, deren ausgezeichnete Qualität sich nachweisen lässt, um Ihnen die bestmögliche Behandlung zu garantieren. Wir beraten Sie vor Ihrer Behandlung außerdem ausführlich über verschiedene Implantat-Systeme.

Herstellung geschieht mit höchster Präzision und basiert auf jahrzehntelanger zahntechnischer Erfahrung, Forschung und stetiger Weiterentwicklung auf dem Feld der Implantologie. Die gesamte Produktionskette unterliegt hohen zertifizierten Qualitätsstandards – von der Fertigung der Ausgangsmaterialien beim Hersteller bis zur Weiterbearbeitung in unserem zahntechnischen Labor. Unterschiedliche Implantat-Systeme aus medizinischem Reintitan in verschiedenen Größen und Längen gewährleisten eine passgenaue Lösung für jeden Befund. Die Oberflächenbeschaffenheit der Implantate bietet beste Voraussetzungen für den Heilungsprozess und macht es möglich, dass sich körpereigene Knochenzellen direkt auf dem Implantat ablagern und damit verwachsen. Nach der Einheilung bieten sie so optimalen Halt und sind eine besonders ästhetische Lösung für Kronen, Brücken und Prothesen. Im Falle dessen, dass ein Implantat erneuert werden muss, werden Ihrem Implantologen auch nach Jahren alle dazu erforderlichen Materialien zur Verfügung stehen, um es zu ersetzen.

Rauchen – Eignen sich Implantate auch bei Rauchern?

Rauchen kann die Langlebigkeit Ihrer Implantate durchaus beeinträchtigen. Bei starkem Konsum sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt über mögliche Risiken sprechen.

Risiken bei Zahnimplantaten

  • Ist die Implantation mit Risiken verbunden?
    In der modernen Implantationsmedizin sind Dank präziser Diagnose- und Planungsmöglichkeiten Komplikationen weitgehend auszuschließen. Trotzdem ist die Implantation eine kleine Operation, bei der Nerven oder Blutgefäße verletzt werden können. Von einem qualifizierten Implantologen durchgeführt, ist der Einsatz eines Zahnimplantats so risikoarm wie das Ziehen von Weisheitszähnen.

In sehr seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass der Kieferknochen das Implantat nicht fest genug umschließt und es deshalb nicht belastbar genug ist. Unter örtlicher Betäubung wird das Implantat in diesen Fällen entfernt und kann durch ein neues ersetzt werden

  • Kann sich ein Implantat entzünden?
    Eine gründliche Mundhygiene, Nachsorge- und Prophylaxetermine bei Ihrem Zahnarzt beugen Entzündungen in den meisten Fällen vor. Sollten doch Entzündungsherde entstehen, meist durch angesammelte Bakterien, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen – in der Regel bekommt man frühzeitig behandelte Entzündungen schnell in den Griff.

Schmerzen – Sind nach dem Eingriff Schmerzen zu erwarten?

In der Regel sind die meisten Patienten am Tag nach dem Eingriff wieder schmerzfrei. Das Zahnfleisch kann in den ersten Tagen noch empfindlich sein. Ebenso kann sich die Wange vorübergehend unangenehm anfühlen oder geschwollen sein. Sollten darüber hinaus Schmerzen bei Ihnen auftreten, sollten Sie nicht zögern, Ihren Zahnarzt darüber zu informieren und gegebenenfalls noch einmal in der Praxis vorbeischauen.

Schönere Zähne – Welche Möglichkeiten gibt es, im Rahmen einer bevorstehenden Implantation das Erscheinungsbild der Zähne insgesamt aufzuwerten?

Unästhetische Zahnfronten können mit so genannten Veneers ausgebessert werden. Dabei handelt es sich um feine Schalen aus Kunststoff oder Keramik, die die Fronten verblenden. Verfärbungen auf den Zahnoberflächen werden in der Regel mit einem Bleaching aufgehellt.

Sofortbelastung – Was ist darunter zu verstehen?

In der Regel folgt auf den Einsatz des Implantats eine unbelastete Einheilungsphase. Während das Implantat in den Kiefer einheilt, wird die Zahnlücke mit einem Provisorium verschlossen – diese Maßnahme hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern sorgt auch dafür, dass das Implantat vor extremem Kaudruck geschützt ist. Bei optimaler Knochensituation können jedoch auch ein hochwertiges Provisorium oder eine Prothese direkt auf das frisch eingesetzte Implantat befestigt werden. So erhalten Sie Ihr Implantat und den festsitzenden Zahnersatz am selben Tag. Sprechen Sie Ihren Implantologen auf diese Möglichkeit an.

Sofort-Implantation – Können Implantate auch im direkten Anschluss des Zahnentfernens eingesetzt werden?

Ja, in bestimmten Fällen bietet es sich an, ein sogenanntes Sofort-Implantat einzusetzen. Dabei handelt es sich um eine besondere Form des festsitzenden Zahnersatzes, der – anders als herkömmliche Zahnimplantate – direkt nach der Extraktion eines Zahnes in die frische Wunde eingesetzt und mit einem Provisorium versehen wird. Die übliche Zeit der Einheilung und der sonst erforderliche Folgeeingriff zum Freilegen des Implantats entfallen. Über Vor- und Nachteile der verschiedenen Implantationsvarianten klärt Sie Ihr Zahnarzt Dr. Langenbach im Beratungsgespräch auf.

Sport – Ab wann kann ich nach der Implantation wieder Sport treiben?

Grundsätzlich ist körperliche Aktivität nach der Implantation kein Problem. Um die Wundheilung optimal zu gewährleisten, empfiehlt es sich dennoch, sich einige Tage zu schonen. Extreme körperliche Anstrengungen sollten Sie vorher mit Ihrem Implantologen absprechen.

Zahnpflege – Was muss bei der Zahnpflege beachtet werden?

Gute Mundhygiene ist für die Langlebigkeit Ihres Implantats unerlässlich. Die Reinigung Ihres Zahnersatzes ist jedoch genauso unkompliziert wie die Ihrer natürlichen Zähne. Sie sollten Ihre Zähne mindestens zweimal täglich putzen und dabei ein besonderes Augenmerk auf Ihre Zahnzwischenräume legen. Hier können sich bakterielle Belege besonders leicht ansiedeln und Zahnfleisch und Kieferknochen angreifen. Nutzen Sie deshalb zusätzlich zum Reinigen der Zwischenräume Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Wir empfehlen zudem eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung im Abstand von sechs Monaten als Ergänzung der eigenen Zahnpflege.