Füllung

Füllung

Ist die Zahnhartsubstanz defekt, wird eine Zahnfüllung notwendig. Umgangssprachlich spricht man von dem berühmten „Loch im Zahn“. Kleine Defekte müssen nicht unbedingt mit einer Füllung behandelt werden, größere Löcher allerdings schon, damit sich der Schaden nicht ausdehnt oder Zahnschmerzen auftreten.

 

Dank neuster Zahnfüllung-Technik haben wir bei Zahnarzt Dr. Langenbach die Möglichkeit, Ihre Zähne trotz Füllung absolut natürlich wirken zu lassen. Das trifft jedoch nicht auf alle zur Verfügung stehenden Füllmaterialien zu: Wir unterscheiden zwischen direkten plastischen Füllmaterialien, dazu gehört der Kunststoff und das Amalgam, und indirekten Füllungen. Das sind sogenannte Keramik- und Gold-Inlays. Sie werden in unserem zahntechnischen Labor in Köln hergestellt.

 

Amalgamfüllungen

 

Bei Amalgamfüllungen, umgangssprachlich auch Plombe genannt, handelt es sich der in der Regel um eine Legierung mit Quecksilber, Kupfer, Silber, Kupfer, Zinn, Zink und Indium.

Einige Eigenschaften wie Stabilität und Langlebigkeit sorgen seit Jahrzehnten dafür, dass Amalgam als Füllmaterial bei Zahndefekten verwendet wird. Es ist preiswert herzustellen und wird daher von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen einer zweckmäßigen und wirtschaftlichen Versorgung verlangt und die Kosten zu 100% übernommen.
Diese Füllungen halten zwar dem Kaudruck gut stand, sind jedoch unästhetisch und geben Metalle, besonders Quecksilber, an den Organismus ab. Durch diese Metallabgabe („Mikromerkurialismus“) kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schädigungen kommen. Als reine Vorsichtsmaßnahme kommen deshalb weder bei Schwangeren, noch bei stillenden Frauen Amalgamfüllungen zum Einsatz. Auch bei kleinen Kindern wird genau abgewogen, ob eine Amalgamfüllung ratsam ist.

 

Die Vorteile von Amalgam auf einen Blick:

  • Gute mechanische Eigenschaften, hält Kaudruck gut stand
  • Hohe Langlebigkeit
  • Volle Kostenübernahme durch GKV
  • einfachere Verarbeitung und Handhabung als Kunststofffüllung
  • härtet schnell aus
  • vergleichbares Abriebverhalten mit der natürlichen Zahnsubstanz

Nachteile von Amalgam auf einen Blick:

  • Mögliche gesundheitliche Gefahren werden in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. (Laut EU-Kommission gehen keine nennenswerten gesundheitlichen und ökologischen Risiken von Amalgamfüllungen aus.)
  • Entferneneiner alten Amalgamfüllung kann mit einer erhöhten Quecksilberexposition einhergehen und erfolgt in unserer Zahnarztpraxis in Köln unter besonderen Vorkehrungen, um Sie optimal zu schützen.
  • Kommt es zu Verschleppungen kleiner Amalgampartikel, kann sich das Zahnfleisch oder die Mundschleimhaut an bestimmten Stellen dunkel verfärben. Das ist nicht gefährlich, sieht jedoch unästhetisch aus.
  • unzureichende Ästhetik

 

Wie wird die Amalgamfüllung hergestellt?

Erst direkt vor der Verabreichung wird das Füllmaterial hergestellt. Das reine Quecksilber wird dafür mit einem Metallpulver vermischt, welches aus einer Silber-Kupfer-Legierung sowie einer Silber-Zinn-Legierung besteht. Zu diesem Zeitpunkt ist das Material weich und kann direkt in den Zahn eingebracht werden. Durch eine starke Verdichtung lässt sich erreichen, dass nur wenig Quecksilber nötig ist ohne, dass die Qualität des Füllmaterials beeinträchtigt wird.

 

 

Kunststofffüllungen / Kunststoffkomposit

 

Kunststofffüllungen und -techniken zur Behandlung von Kariesdefekten haben eine bemerkenswerte Weiterentwicklung durchlaufen. Diese sind insbesondere bei kleinen Defekten auch im Seitenzahnbereich als vollwertige Amalgam-Alternative anzusehen. Neu entwickelte, minimal-invasive Techniken mit verstärkten Komposit-Kunststoffen haben die „Amalgam – Versorgung“ abgelöst.

Allerdings ist die Behandlung mit Kunststoff-Kompositen eine kostenintensivere als die Behandlung mit Amalgamfüllungen, die zu 100 % von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Dies liegt an der aufwendigeren und teureren Herstellung und Einsetzung der Füllung: Im Seitenzahnbereich übernehmen die Krankenkassen die Kosten daher nur anteilsmäßig (in Höhe einer Amalgamfüllung). Die Kosten für eine zahnfarbene Kunststofffüllung (in Einschichttechnik) im sichtbaren Frontzahnbereich werden dagegen zur Gänze übernommen.

 

Was sind Kunststoff-Komposite?

Kunststoff-Komposite (von composite, engl. = zusammengesetzt) sind Füllungsmaterialien aus zahnfarbenem Kunststoff. Allerdings handelt es sich dabei nicht mehr um Kunststoffe im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr um Verbundwerkstoffe höchster Qualität. Ungefähr 80% dieses Materials bestehen aus kleinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln. Aus Kunststoff im eigentlichen Sinn besteht nur etwa 20%. In der Folge sind der Füllwerkstoff und damit der restaurierte Zahn viel stabiler als die von früher bekannte Kunststofffüllung.

 

Die Kunststoffe werden mithilfe einer Adhäsivtechnik dauerhaft und fugendicht mit Ihrer Zahnhartsubstanz verbunden. Wie alle künstlichen Materialien können auch diese Füllungen bei der chemischen Aushärtung Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen. Bei chronisch belasteten Patienten ist ein Verzicht auf Kunststofffüllungen zu erwägen oder zumindest eine Testung auf Verträglichkeit zu empfehlen.

 

Ästhetisch erstklassige Ergebnisse

Was die Ästhetik betrifft, werden Sie bei den Zähnen mit Kunststoff-Zahnfüllungen fast keine Unterschiede zu Ihren natürlichen Zähnen bemerken. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Stabilität des gefüllten Zahnes im Wesentlichen davon abhängt, wie viel an natürlicher Zahnsubstanz noch absolut intakt erhalten ist. Bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich können wir nicht auf die günstigeren Kunststofffüllungen zurückgreifen, da diese unseren Anforderungen hinsichtlich Statik und Funktion nicht gerecht werden.

Die Möglichkeit der Zahnfüllung durch Kunststoff kann deshalb durch bestimmte Grenzwerte in der Größe der intakten Zahnsubstanz begrenzt sein. In Fällen eines größeren Zahnsubstanzverlustes sollte eine stabilere Belastungsversorgung durch andere Füllungsmaterialien bevorzugt werden.

 

Müssen die Zähne vollständig überkront werden, wenn ein Kunststoff-Komposit nicht in Frage Kommt?

Kommt aus oben erwähnten Gründen für Ihre Behandlung keine Kunststoff-Kompositfüllung nicht in Frage, besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Zahn mit einem Inlay wiederherzustellen. Diese Keramikfüllung fertigen wir passgenau in unserem Dentallabor an. Bei größeren Defekten ist auch die Anfertigung von Teilkronen denkbar. Gerade im Frontzahnbereich erzielen die sogenannten Veneers beste Ergebnisse. Die Haltbarkeit dieser vollkeramischen Dentalwerkstücke liegt bei weit über 10 Jahren.

Die Vorteile der Kunststofffüllung auf einen Blick:

 

  • Ästhetisch hochwertiges Ergebnis, da die Zahnfüllung der natürlichen Zahnfarbe angepasst wird.
  • Hält hohem Kaudruck stand
  • Allergische Reaktionen auf Komposite sind kaum bekannt.
  • Lange Haltbarkeit

 

Die Nachteile der Kunststofffüllung auf einen Blick:

  • Kostenintensiver als Amalgamfüllungen: Die Herstellung und das Einsetzen von einer Kunststofffüllung sind aufwendiger und teurer.
  • Möglichkeit der Zahnfüllung durch Kunststoff kann durch bestimmte Grenzwerte in der Größe der intakten Zahnsubstanz begrenzt sein.

 

 

In unserer Zahnarztpraxis in Köln beraten wir Sie gerne rund um die Themen Prophylaxe und Füllungen. Gemeinsam finden wir die optimale Behandlungsmöglichkeit für Sie.