Wurzelkanalbehandlung

Wurzelkanalbehandlung

Durch einen regelmäßigen Gang zum Zahnarzt kann Karies meist frühzeitig erkannt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, wird nach einiger Zeit der Zahnnerv angegriffen. Die Wurzelkanalbehandlung „Endodontie“ ist heutzutage eine wichtige Behandlungsmethode der modernen Zahnheilkunde zur Rettung des kompletten Zahns, auch auf eine längere Sicht. Sie ist erforderlich, wenn das innere Gewebe eines Zahns geschädigt ist. Der Zahnnerv „Pulpa“ wird am häufigsten durch eine bakterielle Infektion, z.B. tiefe Karies, angegriffen. Dieser Vorgang ist anfangs mit leichten Schmerzen verbunden, aber manchmal auch völlig schmerzlos. Die zunehmend schmerzhafte Wurzelentzündung beschreibt man als „Pulpitis”. Wenn keine Therapie erfolgt, kann es im Bereich der Wurzelspitze zu einer eitrigen Entzündung kommen, die den angrenzenden Kieferknochen befällt. Die Wurzelbehandlung bietet die Chance, Ihre Zähne dauerhaft zu erhalten.

 

Lassen Sie also bitte frühzeitig und in regelmäßigen Abständen Kontrollen vom Zahnarzt durchführen, um dieser Situationen vorzubeugen.

 

Hier sehen Sie die Behandlungsschritte der Wurzelbehandlung bei Ihrem Zahnarzt Dr. Langenbach in Köln:

Gesunder Zahn


In jedem Zahn verläuft der sogenannte Zahnnerv. Je mehr Wurzeln ein Zahn hat, umso mehr Wurzelkanäle besitzt er, und umso verzweigter ist oftmals sein „Wurzelkanalsystem“. Während bei einem einwurzeligen Frontzahn meist auch nur ein geradlinig verlaufender Kanal vorliegt, können es bei einem Backenzahn schon 5 bis 6, teilweise auch noch stark gekrümmte Kanäle sein. Bei einem gesunden Zahn versorgen die Gefäße den Zahn mit Nährstoffen und reparieren den Zahn im gewissen Maße von Innen heraus.

Infizierter Zahn


Durch Bakterien und Beläge kann es zu Karies kommen, die sich in den Zahn oder sogar bis zum Nerv vorschreiten. Irgendwann erreicht sie den Zahnnerv und infiziert diesen mit Bakterien.  Das Gewebe stirbt ab. Dieser Vorgang ist meistens mit leichten Schmerzen verbunden, verläuft aber manchmal auch schmerzlos. Ist das Gewebe einmal abgestorben, können sich die Bakterien ohne Hindernisse im Zahn fortbewegen und führen zum Absterben des körpereigenen Gewebes. Ihr Zahn macht sich nach einer gewissen Zeit bemerkbar; ab hier beginnt nun die sogenannte Wurzelkanalbehandlung.

Wurzelkanalbehandlung


Als aller erstes muss vor der Wurzelbehandlung ein Zugang zu den Wurzelkanälen geschaffen werden. Dies geschieht mit örtlicher Betäubung durch Bohrung eines Lochs auf der Zahnoberfläche bis in den Zahnerv hinein. Hier beginnt nun der schwierigste Teil für den Zahnarzt. Er muss manchmal sprichwörtlich nach den Kanälen „suchen“ und diese dann mit winzigen Feilen säubern. Nach der Säuberung und Desinfizierung der Kanäle werden in den Zahn je nach Ausmaß der Infektion Medikamente eingelegt, welche die Bakterienbeseitigung fördern sollen. Nach u.U. mehrmaligen Wechseln des Medikaments und einer Symptomfreiheit kann der Zahn endgültig verschlossen werden.

Wurzelkanalfüllung


Die ehemaligen Nerv-Kanäle werden jetzt mit einem natürlichem Material (Guttapercha) gefüllt. Dieser Verschluss sollte bis kurz vor die Wurzelspitze und in einem dichten Gefüge erfolgen, um eine erneute Infektion des Wurzelkanals zu verhindern. Nach der Kontrolle mit einem Röntgenbild wird der Zugang zu den Kanälen mit einer dichten Füllung, wie z.B. Kunststoff, verschlossen. So besteht die Chance, den Zahn noch für lange Zeit erhalten zu können.

 

Bis auf wenige Ausnahmen sollte der wurzelbehandelte Zahn zur Stabilisierung mit einer Krone versorgt werden. Infolge der fehlenden Ernährung durch Nährstoffe und durch den relativ großen Zahn-Substanzverlust sind wurzelkanalbehandelte Zähne verstärkt bruchgefährdet.

Die Prognose

Die Wurzelbehandlung ist die einzige Möglichkeit, den nerverkrankten Zahn zu erhalten.

Jedoch hängt der „Erfolg” einer Wurzelkanalbehandlung individuell vom betroffenen Zahn (mit seinen individuellen Besonderheiten und Komplikationen) ab. Bei optimaler Ausführung der gesamten Wurzelbehandlung ist die statistische Erfolgsquote signifikant hoch.